Grundschule Holzgartenschule -  Nürnberg

Holzgartenstraße 14, 90461 Nürnberg                                               Tel.: 0911 - 462 53 13

 
 
 
 

 

 

Geschichte der Holzgartenschule Nürnberg

 

1899 Das Dorf Lichtenhof mit seinen Wiesen und Gärten wurde mit dem "Holzgarten" nach Nürnberg eingemeindet.
1899 Die Industrialisierung des Gebietes begann und aus Handwerksbetrieben wurden Fabriken. In diesen Fabriken wurden viele Arbeiter gebraucht und im Süden der Stadt entstanden viele neue Häuser. Die Kinder dieser Arbeiter gingen damals in die Schulhäuser:
- Schulhaus Allersberger Straße
- Schulhaus Wölkernstraße
- Schulhaus Katzwanger Straße
- Schulhaus Harsdörfferstraße
Da diese Schulhäuser bald zu klein wurden, wurden auf dem Holzplatz des neuen Viertels zwei Schulbaracken aufgestellt. Jede dieser Baracken hatte 4 Schulzimmer.
1902 Bald reichten die beiden Schulbaracken nicht mehr aus. Nach dem Plan des Architekten Walraff wurde auf dem ehemaligen "Holzgarten" ein Schulhaus errichtet. Die Schule hatte 34 Klassenzimmer, eine Schulküche, eine Turnhalle und ein Schulbad.
Die Kosten für diesen Schulhausbau betrugen 467.773,51 Mark.
Die Schule hatte einen Knaben- und einen Mädcheneingang. Im Schulhaus befanden sich eine Gemeinschaftsschule, eine evangelische und katholische Bekenntnisschule. Auch der Bezirksschulinspektor Baumgärtner hatte sein Büro im Haus.
Die Wohnbevölkerung wuchs jedoch weiter an und drei zusätzliche Baracken wurden aufgestellt.
Die Schulzeit betrug damals 7 Jahre, für Knaben war auch ein freiwilliges 8.Schuljahr möglich. Für die Mädchen bestand diese Möglichkeit erst ab 1919.
1914 - 1918 Die Väter und auch Lehrer wurden mit Kriegsbeginn eingezogen. Der Schulbetrieb wurde eingeschränkt, Lebensmittelkarten wurden ausgegeben und die Baracke in der Forsthofstraße diente der Bevölkerung als Wärmestube.
1918 - 1923 Amerikanische Soldaten halfen den Kindern durch die Quäkerspeisung mit einem Brötchen und einem Becher Kakao.
Die Kinder rechneten in der Inflationszeit mit Milliarden und Billionen.
In der Forsthofstraße wurde ein öffentliches Bad eingerichtet.
1923 - 1925 Im Turnsaal wurden Kraftübungen ausgeführt. In der Turnhalle fanden Elternversammlungen statt.
1925 - 1933 Über diese Zeit existieren wenige Aufzeichnungen. Viele Bilder sind jedoch erhalten.
1933 - 1938 Die Schüler traten dem BDM und der HJ bei. Das Schulhaus wurde mit Teilnehmern der Reichsparteitage belegt. Julius Streicher wohnte im Haus der heutigen Eichendorff-Apotheke.
1936 Nach Aussagen der Zeugen wurden die jüdischen Mitschüler kaum behindert.
Eine 2. Turnhalle wurde erbaut.
1938 Den Eltern jüdischer Schüler wurden die Wohnungen gekündigt. Die Evakuierung bzw. Deportation jüdischer Kinder begann.
28. 08. 1942 Luftangriffe zerstörten einen Teil des Schulhauses.
1943 Die Luftschutzkeller des Schulhauses durften von jüdischen Mitbürgern nicht mehr betreten werden.

02. 01. 1945 Das Schulhaus wurde fast vollständig zerstört. Der Schulbetrieb wurde eingestellt.
01. 10. 1945 Der Unterricht wurde versuchsweise wieder aufgenommen, obwohl das Schulhaus kein Dach und keine Heizung hatte. Die Schulbaracken waren bis 1945 in Betrieb.
1947 Wegen Baufälligkeit ließ Schulrat Trötsch die Schule schließen. Die Klassen wurden in die Scharrerschule ausgelagert.
1948 Einige Klassen kehrten in die Holzgartenschule zurück.
Die Holzgartenschule hatte 1400 Schüler in 23 Klassen.

1959 Der Wiederaufbau war beendet, die Holzgartenschule nahm den Schulbetrieb wieder auf.
1960 Die Schule besuchten 1353 Schüler, sie wurden von 38 Lehrern in 27 Klassenzimmern unterrichtet.
1963 Die ersten ausländischen Schüler besuchten die Schule:
2 Italiener aus Reggio di Calabria und ein spanisches Mädchen.
01. 06. 1965 Die Turnhallen wurden eingeweiht.
Der letzte Neubauabschnitt mit weiteren 4 Klassenzimmern und einem Arztzimmer waren fertiggestellt. Der Hort hatte jetzt eigene Zimmer, in der Forsthofstraße entstanden der Kindergarten und die Hausmeisterwohnung.
1968 Die Bekenntnisschule wurde abgeschafft. Die christliche Gemeinschaftsschule wurde Regelschule.
1969 Die Holzgartenschule wurde geteilt: Holzgartenschule Ost und Holzgartenschule West.
Das 9. Schuljahr und der qualifizierende Hauptschulabschluss wurden eingeführt.
Englisch wurde Pflichtfach ab dem 5. Schuljahr.
Aus der vollausgebauten Holzgartenschule wurde eine Teilhauptschule.
Die Klassen 7 bis 9 gingen in die Schulhäuser Sperberstraße, Hummelsteiner Weg und Scharrerstraße.
1973 Die Berufsschule gab die Räume im Schulhaus frei.
Die erste zweisprachige türkische Klasse wurde eingerichtet.
1984 Der Schulgarten entstand.
01. 08. 1985 Teilhauptschule Ost und West wurden zum Schulhaus Holzgartenstraße vereinigt.
1986 Auf der Basis der Montessori-Pädagogik wurde die Freiarbeit eingeführt.
1987 Auf dem Hof entstanden Spielflächen.
Die Bücherei wurde eingerichtet.
1988 Die Schulpartnerschaft zwischen der Clevendon Secondary School und der Holzgartenschule begann. Die 5. Klassen besuchten das erste Mal Glasgow.
1991 Die erste deutsch-türkische Modellklasse wurde eingerichtet.
Die schottischen Schüler aus Glasgow besuchten die Holzgartenschule.
1992 Die Altbauwand im Pausenhof unter dem Vordach wurde bemalt.
1993 Die erste deutsch-italienische Modellklasse entstand.
1994 Die Ordnungsdienste durch Schüler wurden eingeführt.
1995 Der Schulgarten wurde neu angelegt.
Das Schulhaus erhielt 15 Fahrräder für die Verkehrserziehung.
1997 Die Schulpartnerschaft mit der Schule Marianna Saltini in Carpi begann.
Die ersten Computer zogen in die Klassenzimmer ein.
1998 Erster Besuch einer deutsch-italienischen und deutsch-türkischen Modellklasse in Carpi/Italien.
Ehemalige jüdische Schüler besuchten die Holzgartenschule.
1998 2 Klassen der Holzgartenschule wurden in die Berufsschule ausgelagert.
Für 20 Kinder findet eine Mittagsbetreuung im Jugendzentrum "Quibble" statt.
1999 Die Holzgartenschule feiert mit zahlreichen Events ihr 100-jähriges Bestehen. 
Zum Schuljahreswechsel zieht die Holzgartenschule wieder aus der Berufsschule aus. 
Die Schüler-Mit-Verwaltung (SMV) wird ins Leben gerufen.
2001 Herr Jürgen Stromberger kommt als 2. Konrektor an die Holzgartenschule. 
2002 Streitschlichter werden ausgebildet.
2003 Herr Reinhard Rombs kommt als 1. Konrektor an unsere Schule. 
2005 Herr Stromberger (2. Konrektor) wird im Sommer in die Amberger Schule versetzt. Seine Stelle nimmt Herr Markus Schmeiser ein. 
2006 / 07 Rotkreuz-Ersthelfer werden ausgebildet und versehen ihren Dienst am Pausenhof.
Im Zimmer 01 wird ein Lesezimmer eingerichtet und am 23. Februar 2007 feierlich eröffnet. Herr Tschirner wird "Leseonkel". 
Nach langer Planungsphase wird der Pausenhof  in den Pfingstferien zum Spielhof. Spielgeräte werden aufgebaut, die Berufsschule installiert  Sitzgelegenheiten. Pausenwand wird von der KunstAG gestaltet. 
Im Schuljahr 2006/07 gibt es keine 5. Klassen an der Holzgartenschule. Die gesamte Hauptschule wird aufgelöst, es wird nur noch die diesjährige 5. Klasse in die 6. Jahrgangsstufe weiter geführt. Der 1.Konrektor Reinhard Rombs und der 2. Konrektor Herr Markus Schmeiser verlassen im Sommer 2007 die Hoga. Die beiden Stellen bleiben ein Jahr unbesetzt. 
   
2008 Umbauarbeiten im Schulhaus: Das Sekretariat, das Lehrer-, Vorbereitungs-, Lehrmittel-, Buchlager- und Elternsprechzimmer ziehen in neue Räume. Im Sommer 2008 wird Hans Täufer als Konrektor an unsere Schule versetzt. 
Erstmals findet im November ein Gesundheitstag an allen bayrischen Schulen statt. 
Die Initiative "Lobby für Kinder" ermöglicht ein Schulfrühstück für unsere Schüler. Frau Sturani belegt Brote und schneidet Obst und Gemüse.
       
2009 Es wird im Mai 2009 eine Lernwerkstatt eingerichtet.
Frau Ursula Schibat-Ulay verlässt im Juli die Holzgartenschule - Frau Birgitt Kraus tritt im September ihre Nachfolge an

 

 

 

 

       

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